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Gepostet von Dr. Eckart Sailer, am 03.11.2018

Wichtiger Hinweis zur Anwendung von Codein-Präparaten bei Kindern!

Liebe Kunden,

gerade in der jetzt beginnenden kalten Jahreszeit sind wieder viele Patienten im Zusammenhang mit Erkältungen von Reizhusten geplagt.


Ein sehr wirksames Mittel gegen Reizhusten ist Codein. Daher haben es auch viele meiner Kunden in den letzten Jahren verordnet bekommen und findet sich daher in so manchem Arzneischrank. Ich möchte Sie nun eindrücklich bitten, dieses Medikament nicht Ihren Kindern zu geben!


Codein wird zu einem Teil in der Leber zu Morphin umgewandelt. Morphin selbst kann zu tödlichen Atemdepressionen führen. Hierfür sind Kinder unter 12 Jahren besonders anfällig!

Besonders tückisch ist nun aber, dass die meisten unter uns dieses Medikament ohne Probleme vertragen. Das heißt, hier wird in der Leber nur sehr wenig Morphin gebildet.

Bei einem Teil der Bevölkerung ist das allerdings anders! Manche Menschen bilden aufgrund einer Genmutation wesentlich schneller und viel mehr Morphin. Das liegt daran, dass diese Personen das Werkzeug zur Morphinbildung in wesentlich höherer Stückzahl produzieren.

In der DNA liegt hier der Bauplan für das Enzym Cyp2D6 in mehrfacher Ausfertigung vor. Genau dieses Enzym wandelt Codein in Morphin um. Man spricht hier von sogenannten ultraschnellen Metabolisierern.

Bei Mitteleuropäern sind etwa 1-2 % der Bevölkerung betroffen. Im Nahen Osten sind es allerdings weit über 20 %. Bekommt nun ein Kind mit einer solchen Genausprägung Codein, kann sich unter Umständen eine tödliche Atemdepressions entwickeln.


Bei weiteren Fragen können Sie sich als Kunde meiner Apotheken in Rottweil und Schwenningen vorort oder über die Versandapotheke online gerne eingehender von uns beraten lassen. Wir empfehlen Ihnen auch gerne sichere Alternativen.

Hier können sie sich noch weiter einlesen, wenn Sie das möchten: Klicken Sie hier.
 

Mit besten Grüßen zum Wochenende

Ihr Dr. Eckart Sailer

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2 (UVP) Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers / Apothekenverkaufspreis (AVP). Der AVP ist keine unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller. Der AVP ist ein von den Apotheken selbst in Ansatz gebrachter Preis für rezeptfreie Arzneimittel, der in der Höhe dem für Apotheken verbindlichen Arzneimittel Abgabepreis entspricht, zu dem eine Apotheke in bestimmten Fällen (z.B. bei Kindern unter 12 Jahren) das Produkt mit der gesetzlichen Krankenversicherung abrechnet.

3 Sparpotential gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers (UVP) oder der unverbindlichen Herstellermeldung des Apothekenverkaufspreises (AVP) an die Informationsstelle für Arzneispezialitäten (IFA GmbH) / nur bei rezeptfreien Produkten außer Büchern.

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